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Österreichweit findet man Toni’s Freilandeier in den Regalen der Supermärkte. Zumeist auch in Bio-Qualität. Toni Hubmann, der mittlerweile auch Schaf- und Ziegenjoghurts seinen Namen aufstempelte gilt als Ökopionier. Wie es bei Toni in der Steiermark aussieht, und ob die Hühner glücklicher als anderswo aussehen, wollte ich mir mal selber ansehen.

Nächst zu Knittelfeld im steirischen Murtal liegt Glein. Ein Ort, der seinem Namen alle Ehre macht. Trotzdem hätte ich mir hier alles anders erwartet. Ein Unternehmen, das ganz Österreich mit guten Eiern beliefert hatte ich mir viel industrieller erwartet. Was ich nach 5 km Fahrt aus dem Murtal in die Glein hinein zu sehen bekam, war aber doch mehr landwirtschaftliches Idyll. Einzig der Parkplatz war wirklich groß, die verschiedenen Flaggen an den Fahnenmasten versprachen aber schon bedeutendes.

Das rustikale Firmengebäude beherbergt die Produktion, in diesem Falle ist natürlich die Verpackung und Qualitätskontrolle gemeint und im oberen Stock die Büros. Die wirkliche “Eierproduktion” findet weiter oben an den Hängen statt. Auf den vielen Freiflächen am Waldrand leben die fast 15.000 Hühner und Hähne. Gemeinsam mit einigen Schweinen, die hier die Funktion des Fuchswächters übernehmen und in toller Symbiose mit dem Federvieh leben. Für die Füchse aus den nahen Wäldern ist das wie ein Selbstbedienungsladen, die Schweine können hier aber etwas abfedern.

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Natürlich sieht man hier Unmengen Hühner und Hähne, auch die alte Rasse Babette, die grünlich eingefärbte Eier legt. Dazu kommen sie in die geräumigen Ställe, wo natürlich auch schon einiges mechanisch ablaufen muss. Fast 15.000 Eier täglich werden in der Glein gelegt, insgesamt an die 300.000 Eier von 180 Bauern der Region laufen täglich den logistischen Weg durch die Glein und landen in den bekannten grünen, bunt bedruckten Eierkartons bei den Konsumenten. Natürlich auch schon als Toni’s Eiaufstrich oder bei besonderen Geniessern als Toni’s Eierlikör.

Mein Frühstück heute morgen war geprägt von Mitbringseln aus der Steiermark: Drei kleine Brote mit drei Sorten Eiaufstrich und Kresse sowie ein Schafjoghurt mit Erdbeeren.

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