In der Schule schon haben wir gelernt, daß Tamsweg der kälteste Punkt unseres Landes sein soll. Also war für uns der Ausflug in den Lungau eine ideale Abwechslung nach den heissen Tagen an den Kärntner Seen. Unser Ziel war das Gasthaus im Öko-Feriendorf Lungau bei Mariapfarr. Kaum waren wir über den Katschberg drüber kam die erhoffte Abkühlung.

Inmitten des UNESCO Biosphärenpark Lungau liegt die Anlage mit einem Altholzchalet, zwei neuen Appartementhäusern und einem teilrenoviertem alten Bauernhaus. Für die ganze Familie gibt es im Dorf Freizeitangebot: Eine große Sauna, naturnahe Spielplätze für Kinder und einen Streichelzoo mit vielen Tieren eines klassischen Bauernhofs. Das Zentrum der Anlage bildet das Gasthaus von Werner und Elisabeth Klingler-Schwaighofer, mit einer grossen Gaststube mit langen, kommunikativen Holztischen und eine schönen Terrasse. Von hier kann man das meiste Freigelände einsehen.

Das Salzburger Bio-Frühstück im Gasthaus ist zu 100% Bio, das Angebot des Gasthauses nach Angaben der Wirtin zu 80% Bio und seit kurzem auch zertifiziert. Die beiden sind als Team in Küche und Service sehr geschäftig, die Karte ist klein und wird als Tafel den Gästen zur Auswahl vor den Tisch gestellt. Das Essensangebot ist heute 100% Bio, sagt der Wirt.

Für die Zucchinicremesuppe ist es uns an diesem Tag noch zu warm, als Alternative bestellen wir uns eine Portion Spinatknödel auf Gemüserataouille, die wir uns zu dritt aufteilen. Das konventionelle Bier kommt von Gösser, demnächst soll es aber auch als biologische Alternative die Schneeweisse aus Schladming geben. Für die gschmackigen Spinatknödel verwendet Elisabeth Brot und Topfen als Basis.

Für den Hauptgang erklärten wir den Samstagabend zum Schnitzeltag. Zwei von uns konnten dem Wiener Schnitzel (vom Schwein) nicht widerstehen, ich habe mich für das Hirschkalbsschnitzel mit Eierschwammerlknödel entschieden. Von der Wacholdersauce habe ich nicht viel bemerkt, das Schnitzel war aber reichlich mit weiteren Eierschwammerl garniert. Wahrlich ein Traum von einem Wildgericht. Zudem äusserst anspruchsvoll  mit einer essbaren Blüte am Teller inszeniert.

Das Wiener Schnitzel kam mit einer sehr knusprigen Panade, die Petersilerdäpfel – hier im Lungau nennt man die Erdäpfel/Kartoffel übrigens Eachtlng, waren perfekt. Gerade unserem kleinsten war das Schnitzel zu sehr gepfeffert, mit der Portion hatte aber sogar er – den wir gerne unseren kleinen Schnitzeltiger – nennen, zu kämpfen.

Die vegane Alternative auf der Karte war die Rösttrolle auf Schwammerlsauce. Die Röstirolle als Conveniencefood ist eine Entwicklung des Hausherren, der das gemeinsam mit Agrofresh sogar in den Handel gebracht hat. Eigentlich eine Art Serviettenknödel, für den man statt altem Brot Kartoffeln verwendet. Gibt es in diversen Geschmacksrichtungen. Demnächst wahrscheinlich auch in Bio. Was mich irgendwie dahinführte, daß auf der Karte heute doch noch nicht alles Bio war. Aber die Wirtsleute in dem schönen Gasthaus im Lungau arbeiten daran.

 

FERIENDORF LUNGAU 5571 Mariapfarr, Pichl 141

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www.feriendorf-lungau.at