Das Hotel Gralhof ist quasi nur durch eine Strasse vom höchsten Badesee Österreichs getrennt. Und das Gute in der Region Weissensee: Diese Strasse wird nur selten befahren.

Nicht umsonst gilt die Region Weissensee als Ökoferienregion und ist seit Anfang 2013 auch Mitglied der Alpine Pearls. In dieser Vereinigung von Toursimusregionen werden die Themen Sanfte Mobilität und Ressourcenschonung im Tourismus großgeschrieben.

Der Gralhof gehört zur Gruppe der Bio-Hotels und ist damit bei Lebensmittel durchgehend zertifiziert. Die Tiere des Hofes sind über den Sommer auf den Almen, dennoch hat es hier ein wenig Bauernhof-Flair und das meine ich durchwegs positiv.

Bei warmen Wetter wird im Garten gespeist. Unter einem riesigen Birnbaum, dessen Schatten auch so manchem Kulturevent Platz bietet. Wenn es am Morgen zum reichlichen Frühstücksbuffet oder Abends beim Dinner zu frisch für den Garten wird, dann sitzen die Gäste gemeinsam im Spreiseraum. Selten am eigenen Tisch alleine, sondern gemeinsam an großen kommunikationsfördernden Tischen, an welche die 4 Gänge vom freundlichen Personal gebracht werden.

gralhof1

Der hauseigene Strand bietet ein modernes Badehaus mit finnischer Sauna, Dampfbad und einer gemütlichen Bibliothek zum Relaxen. Zwei Ruderboote stehen den Gästen frei zur Verfügung. Und eine Ausfahrt mit selbigem ist sehr zu empfehlen: kann man ans östliche Seeufer doch weder mit Auto noch Fahrrad vorstossen.

102_6862

Wenn man abends dann am Seerand entlangspaziert und auch ein paar Wolken aufziehen, dann kann man verstehen, daß die Gegend in Prospekten manchmal mit der Atmosphäre norwegischer Fjorde verglichen wird.

IMG_2964

Der eigentliche Grund meines Besuches am Weissensee war Almut Knaller, die Schwester von Michael Knaller, der mit seiner Frau Corinna das Biohotel Gralhof führt. Auf dem Alpe-Adria Biomarkt in Klagenfurt habe ich sie einmal als Ausstellerin getroffen und ihre Erzählungen haben die Lust geweckt, zu Ihrer Naggleralm am Weissensee zu wandern. Es braucht eine Bergwanderung von insgesamt 90 Minuten vom Gralhof auf die Naggleralm (von der Talstation der Bergbahn sind es gerade 70 Minuten).

102_6722

Mit freundlichen Worten wird man schon an der Pforte begrüsst. Obwohl der Betrieb äusserst geschäftigt wirkt, spürt man hier die Ruhe. Vielleicht ist es aber auch nur die Erleichterung, daß man nach dem anstrengenden Anstieg, der aber wunderbare Ausblicke auf den See bietet, endlich am Ziel angelangt ist.

102_6775

Das internationale Team rund um Almut bringt dann die besten Spezialitäten der Region an den Tisch. Und das fast alles in Bioqualität. Schmecken tut man das – wenn man es aber genau wissen will kann man es auch in der Karte nachlesen:

102_6730

Zur Stärkung haben wir mal Suppen genossen, superkräftige Rindersuppen mit unterschiedlichen Knödeln als Einlage. Aber ich kann mich kaum mehr halten, wenn ich an den folgenden Gang denke: Almuts legendären Blaubeerenschmarren. Eine Variation der den Kaiserschmarren blamiert! Der Teig gilt schon als Lokalmatador: Biomilch vom Jakober in Neusach, die Bioeier vom DeZordo im Drautal. Das Biomehl vom Sommeregger in Spittal. Die duftende Exotin im Teig – die Vanille – kommt so wie alle Teesorten hier von Sonnentor. Aber am besten wir lassen hier ein Bild sprechen:

102_6741

Von hier kann man weiter bergwärts wandern, oder aber auch wieder ins Tal, oder aber auch einfach bei der Almut noch ein Bier bestellen!

102_6760

Biohotel Gralhof

Naggler Alm