Eigentlich stinken uns diese immer wiederkehrenden Best of Burger-Listen schon langsam an und irgendwie sind wir es auch leid, derartige Hitlisten ernst nehmen zu müssen, wenn nichteinmal der geniale Burger von Stefan Kreidl aus dem Wiener Verde1080 angeführt ist. Aber wir mögen ja selber Burger gern .. und wenn wir dann auf so einen tollen Laden stossen, wie heute nachmittag in Zell am See, dann muss die Headline auch wirklich mal wieder klotzen.

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Das Lokal ist eher klein. Beim Eingang gleich die Bar und der Grill, man muss sich jedoch nicht anstellen. Es wird an die 6 kleinen Tische und die Stehpulte auch serviert. Im Sommer kommt noch eine warme aber schattige Terrasse am Dach des Lokales dazu, wo man auf Palettentischen, Stehpulten oder auch aus Paletten gezimmerten Sofas speisen kann. Den See und die Terrasse trennen nur die Eisenbahnlinie und die Fussgängerpromenade, auf ersteres wird man nur alle 20 Minuten, dann aber laut und rumpelnd aufmerksam. In guten Momenten kann man von der Terrasse sogar die Schneegipfel rund um das Kitzsteinhorn sehen.

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Schon beim Betreten ist uns der Jospergrill aufgefallen, in denen die Patties (das Fleisch) und die Buns (das Brot) gegrillt werden. So wie alles andere auch, ist das Fleisch mit Ausnahme von Wild, in zertifizierter Bioqualität und wird im Lokal erst faschiert und frisch zu Patties geformt. Das Lamm- und Wildfleisch stammt von Tauernlamm, das Rindfleisch vom Berger aus Taxenbach. Alles aus der Region. Die Bedienung ist sehr freundlich und vor allem auch kompetent ob unserer Fragen zu Herkunft und Transparenz ihrer Produkte. Ausser dem Eis und dem dem Brot werden hier alle Speisen selber gemacht, alle Saucen selber gemixt. Das kann man auch schmecken.

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Wir haben heute den Lamm- und den Hirschburger probiert. Dazu die crossen, handgeschnitzten Pommes, einen fein abgestimmten Coleslaw mit Garnitur und etwas Aioli. Der Lammburger (mit 200 g Fleisch um € 12,50) wird mit gegrilltem Gemüse (Melanzani, Zucchini, Tomaten), Käse und Aioli serviert. Wie alle Burger wird er, wenn nicht anders gewünscht Medium gegrillt. Meine Variante hätte vom Feuer noch ein wenig mehr geküsst werden können. Beide Burger gehörten aber in ihrer Gesamtheit zu den geschmackigsten Exemplaren ihrer Gattung.

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Unsere Burgergenussmomente haben wir mit einem India Pale Ale aus dem Brauhaus Gusswerk und deutschem Wasser von Viva con Agua begleiten lassen, danach gab es noch Süsses. Hier variiert die Karte immer. Neben Schokomousse, Panna Cotta und Tiramisu gab es heute auch diverse frische Eisbecher vom Höfinger in Salzburg. Das Mangoeis um € 4,50 kann man alleine fast nicht essen. Vor allem nicht nach den großen Burgern.

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Achtung/Update 19.9.2016: Die Bio Burger Factory wird auf Grund veränderter Eigentümerstrukturen nicht mehr für die Biozertifizierung kontrolliert. Sie ist kein Partner der Bio Austria mehr. Seit 2017 wurde der Lokalname auf The Burger Factory geändert.

The Burger Factory, Salzmannstrasse 8, 5700 Zell am See