Es ist wohl eine der schönsten Gegenden Kärntens, und mittendrin eine Bio-Käsemanufaktur, die auch schon durch das Geschäftsmodel besticht. Von der tollen Qualität der angebotenen Produkte ganz zu schweigen. Wir haben die Käserei und den Shop in Radenthein besucht.

Wenn man als Auswärtiger zur Kaslab’n möchte, dann gibt es, glaub ich, drei Wege: Von Spittal an der Drau kommend den Millstättersee entlang. Aus Richtung Villach über die wunderbare Landstrasse an Afritzer- und Feldsee vorbei. Oder aus dem steirischen über die Turracher Höhe und Bad Kleinkirchheim herunter nach Radenthein. Drei wunderbare Routen, an deren Ziel für Geniesser von gutem Käse eigentlich nur die Kaslab’n stehen kann. Aber was ist die Kaslab’n eigentlich, wegen der wir von Wien den weiten Weg genommen haben?

Die Kailab’n ist eigentlich eine Genossenschaft aus 5 Gründungsbetrieben und 18 Genossenschaftsmitgliedern, alle in der unmittelbaren Umgebung. Als Familienbetriebe schaffe sie viele regionale Arbeitsplätze und leisten einen großen Beitrag zur Wertschöpfung der Region. Bis zu 3000 Liter Bio-Heumilch liefern die Bauern täglich nach Radenthein, wo die frische Kuh- und Ziegen-Rohmilch zu Käse und Butter verarbeitet wird.

Genaugenommen in einer Schaukäserei, denn die Besucher der Kailab’n können durch große Glasscheiben die Verarbeitung verfolgen. Besuch ist herzlich willkommen, in dem modernen aus Holz gestalteten Gebäude gibt es auch einen Shop und ein kleines Bistro wo man sich mit Produkten aus der Kailab’n oder von den Genossenschaftern direkt verwöhnen lassen kann.

Im Untergeschoss kann man durch die großen Schaufenster auch die Lagerung und Reifung der Käselaibe beobachten. Produziert wird hier die sogenannte gelbe Palette, also Bergkäse, Emmentaler, Schnittkäse und etwas Butter. Gleich vis a vis gibt es einen riesigen Holzschrank mit Laden, wo man sich über die Tiere, die Ausgangsprodukte und die Verarbeitung spielerisch informieren kann. Auf den Laden stehen die Fragen und sind sie einmal aufgemacht, findet sich die Lösung. Nicht immer nur als schriftliche Antwort, sondern auch zum Fühlen und Riechen.

Uns lockt aber vor allem der Shop und das kleine Bistro, denn wir sind nicht nur neugierig, sondern auch hungrig, und die vielen Bio-Spezialitäten, die hier angeboten werden, machen auch einen Gusto. Vor allem werden Brote und Kuchen angeboten. Die Brote werden jeden zweiten Tag frisch angeliefert, dabei wechseln sich die Lieferanten ab, für Abwechslung ist gesorgt.

Die frische Milch, oder auch Molke kann man direkt oder auch mit Marmelade gemischt als Shake trinken, und keine Frage: Ich habe den Käsekuchen genommen, davon hätte ich wohl sogar drei essen können, so gut war der.

Dann waren wir noch ein wenig im Laden shoppen, die regionale Auswahl an Spezialitäten ist großartig.

Mein heisser Tip für ein kühles Joghurt sind seit unserem Besuch die Joghurtmischungen von Naturköstlichkeiten Höfer

 

Bei besonderer Begeisterung für die Kaslab’n kann man sich mittels Darlehensvertrag auch and er Genossenschaft beteiligen, damit die Betreiber dieses tolle Projekt noch weiterentwickeln können. Die Verzinsung von 2% wird jährlich zum 15.April abgerechnet und statt in Geld in Einkaufsgutscheinen für Käse abgegolten. Sämtliche Infos dazu gibt es direkt bei:

Bäuerliche Erzeugnisse Nockberge eGen
Kaslab´n Nockberge

Mirnockstraße 19
9545 – Radenthein