Erstaunlich ruhig und dörflich geht es an einem Augustsonntag rund ums »Grünen Hotel zur Post« zu. Angenehm ruhige Frühstücksatmosphäre herrscht auch auch der Terrasse, obwohl recht zentral in Salzburg gelegen, direkt an der Maxglaner Hauptstraße und von dieser nur durch Sichtschutz abgetrennt, und das zur Festspielzeit. Und obwohl einiges los ist am Frühstücksbüffet. Immerhin ist Besitzer Georg Maier auch durch Publikumsabstimmung ermittelter Hotelier des Jahres 2017. Und immerhin gibt’s hier ein gut sortiertes Bio-Frühstücksbuffet, das um 15 Euro auch Gästen offensteht, die nicht im Hotel nächtigen.

Der Kaffee kommt vom Salzburger Trommelröster »Herr Werner« und wird im Kännchen serviert, Tee gibt’s von Sonnentor zum Selberherrichten. Schreiber und Hasenfit liefern die köstlichen Bio-Fruchtsäfte.

Am Bio-Buffet gibt es eine fast größere Auswahl, als auf der doch kleinen Buffetfläche möglich ist. Feine Schinken- und Speckauswahl kommen von der benachbarten Metzgerei Renner und der Metzgerei Santner in Thalgau, und eine überschaubar große wie spannende Schnittkäseauswahl von der Mattigtaler Hofkäserei in Seekirchen, dazu gibt es allerdings auch eine Weichkäseplatte.

Unter den hausgemachten Topfenaufstrichen scheint man auf den klassischen Liptauer besonders stolz, es gibt aber auch Hummus. Überhaupt: Nicht nur für Vegetarier, auch für Veganer ist ungewöhnlich viel dabei. So auch frisches Gemüse und Obstsalat, Trockenobst, verschiedene Nüsse und Müslis. Auch auf Unverträglichkeiten wird Rücksicht genommen, um herauszufinden, was im Bereich vegan/glutenfrei/laktosefrei angeboten wird, muss man aber nachfragen, beschildert sind die Speisen hier nur teilweise.

Die Bioeier von der Familie Hillerzeder in Anthering sind zwar hartgekocht statt weich, aber: Sie sind mit – fröhlichen, so weit die Stichprobe reicht – Gesichtern bemalt. Und schmecken ausgezeichnet. Brot und Gebäck kommen vom Holztrattner (aus Kuchl, nicht von dem aus der Stadt) und vom Riesen Resch & Frisch. Es besteht auch die Möglichkeit, dieses zu toasten – sehr symphatisch!

Irgendwo ein freies Eckerl zum Teller Abstellen und Anrichten wäre ein Wunsch. Wenn dafür etwas Platz machen müsste, der Vorschlag würde lauten: Ein Teil des Kuchenbuffets.

Dass man es hier ernst meint mit dem Gedanken, umweltschonende Hotellerie zu betreiben, merkt man aber nicht nur am Frühstücksangebot: Das ganze Gebäude wird mit Ökostrom versorgt, 11 davon aus eigener Photovoltaikanlage am Dach.

Von den Mitarbeitern bis zur Hoteliersfamilie: Es könnte sich um das freundlichste Frühstücksteam der Stadt handeln!

Grünes Hotel zur Post
Maxglaner Hauptstrasse 45
A-5020 SALZBURG