Langsam find’t die Krise Ihr End und des Leben beginnt
In Fürstenfeld do singt aner „Blowing in the Wind“

Für mich als Österreicher ist der Begriff Fürstenfeld noch allerweil mit den Zeilen der Austropopper STS in Verbindung. Und auch als ich zuletzt durch Fürstenfeldbruck, quasi einem Vorort von München gefahren bin waren die Strassen mit Plakaten von Austropop-Parties gesäumt.

Direkt in Fürstenfeldbruck liegt das wunderschöne und weitläufige Anwesen des Zisterzienserklosters Fürstenfeld, in dem auch Hotel und Restaurant des “Fürstenfelder” untergebracht sind, das Restaurant ist nach Bioland biozertifiziert. Anfang April, als die bayrische Gastronomie schon zwei Wochen geschlossen bleiben musste, gab es einen ersten offenen Brief der Gastronomen an die Gäste. Man war nach einem sehr erfolgreichen Start in 2020 sehr bedrückt, sind doch auch Catering und Veranstaltungen zwei wichtige Standbeine für das mit 77 Mitarbeitern agierende Unternehmen. Nun, Anfang Mai gibt es aber Licht am Ende des Tunnels, denn Ministerpräsident Söder verkündete das Comeback der Gastronomie mit dem Start der Biergärten ab 18.Mai 2020.

Und dazu muss man sagen: Es gibt kaum einen schöneren Biergarten im Freistaat, als den im Schatten des Zisterzienserklosters. Dass man hier auch noch dazu rein biologisch mit Biergartenspezialitäten verköstigt wird ist noch das Sahnehäubchen am Genuss.

Im Fürstenfelder Restaurant steht seit dem Umbau 2018 das Wichtigste im Mittelpunkt: Bio-Zutaten und ihre Zubereitung in der offenen Küche. 
Neben saisonalem und regionalem Gemüse kommen ausgewählte Fleisch- und Fischprodukte aus artgerechter Haltung auf den Teller. 

Bereits seit 2003 ist die Fürstenfelder Küche bio-zertifiziert. Die Ausnahmen der Zertifizierung findet man vor allem auf der Getränkekarte, die konventionellen Zutaten sind aber alle gekennzeichnet. Zum normalen Paulaner findet der Gast aber auch als organische Alternative Biere aus dem Neumarktes Lammsbräu oder das Bio-Weissbier von Unertl. Das ist einer der wenigen Punkte, die mich irritieren, denn Paulaner bietet seit geraumer Zeit (insbesondere wegen des Tollwood-Festivals) auch ein hervorragendes Biobier an.. Trotzdem: Ab 18. Mai 2020 ist er wieder offen, der Fürstenfelder Biergarten und ich werde sicher auch bald dort sein.