Während des großen durch Corona bedingten Lockdowns konnten wir keine Restaurants besuchen und konnten nicht ins Kino gehen. So sind wir eben daheim geblieben, haben toll gekocht und uns viele Filme angeschaut, bei denen es um gutes Essen geht. Die 10 Besten stellen wir euch hier vor:

Lunchbox (Indien, 2013)

Männer, welche in Mumbai in einem Büro arbeiten, bekommen üblicherweise frisch gekochtes Essen von zu Hause geliefert. Geliefert wird die Mahlzeit in einer Lunchbox mit einem Dabbawala. Im Film kocht Ila für ihren Gatten Rajeev. Dann passiert etwas extrem Seltenes, denn die Lunchbox für Rajeev landet beim Witwer Saajan. Pajiv vermisst die Lunchbox nicht, da er bei einer anderen Frau isst. Mrs. Deshpande, genannte Auntie rät Ila, der Lunchbox einen Zettel beizulegen. Das ist der Beginn eines Briefwechsels. Als Ila Saajan kennen lernen will, kneift er im letzten Moment, weil ihm sein Alter Sorge bereitet.

Der Koch (CH, 2014)

Verfilmung des Weltbestsellers von Martin Suter: Maravan, ein hoch begnadeter und leidenschaftlicher Koch, hat sein Handwerk in Sri Lanka von seiner Großtante gelernt. Er arbeitet in einem Züricher Sternelokal – als Hilfskraft. Und dann wird ihm auch noch gekündigt. Dabei möchte er so gerne traditionelle indische Küche, mit avantgardistischer Molekularküche verbinden. Worüber er sich selbst nicht bewusst war: Seine Gerichte haben eine stark aphrodisiernde Wirkung. Als er seinen Job verliert, schlägt ihm daher seine Arbeitskollegin Andrea (Jessica Schwarz) vor, einen eigenen Catering-Service ‚Love Food‘, spezialisiert auf Liebesmenüs zu gründen. Eine Sexualtherapeutin hilft anfangs, schickt Paare zu Andrea und Maravan. Der Catering-Service spricht sich rum und zieht schnell unterschiedliche Klientel an, von Politikern bis hin zu zwielichtigen Personen. Als Maravans Neffe in Sri Lanka erschossen wird – mit einer Waffe aus einer Lieferung eines der Love-Food Kunden, beschließt Maravan aus dem Geschäft auszusteigen. Es gibt nur noch ein letztes Dinner …

Die Schlemmerorgie (F, 1978)

Die Köche, die der einflussreiche Restaurantkritiker Max (der grossartikge Robert Morley) ausgewählt hat, um das fabelhafteste Menü der Welt zu kreieren, werden nacheinander ermordet. Da nur noch das Dessert übrig ist, müssen Konditorin Natasha (Jaqueline Bisset) und ihr Ex-Mann (George Egal) den mysteriösen Gourmet-Killer überlisten … -Schwarzhumorige Komödie (1978), die besonders von ihrem ausgezeichneten Schauspielerensemble lebt.

Madame Mallory und der Duft von Curry (Indien,USA/2014)

Der junge Hassan Kadam hat ein außergewöhnliches Talent fürs Kochen. Als er sich gemeinsam mit seinem Vater gezwungen sieht, sein Heimatland Indien zu verlassen, beschließen die beiden, in einen kleinen Ort in Südfrankreich zu ziehen, um dort ein indisches Restaurant zu eröffnen. Das ›Maison Mumbai‹ soll den Einwohnern des Ortes die exotische Welt der Gewürze und Reisgerichte näherbringen. Doch als die Besitzerin des gegenüberliegenden Sternerestaurants, Madame Mallory (Helen Mirren), davon Wind bekommt, beginnt ein regelrechter Krieg zwischen den beiden Rivalen. Der nimmt jedoch eine unerwartete Wendung, als Hassans Interesse an der französischen Haute Cuisine und der stellvertretenden Küchenchefin Marguerite wächst. Hassan, der weiß, dass Liebe durch den Magen geht, gelingt es schließlich, dass auch Madame Mallory und sein Vater nicht nur kulinarische Schranken zu überwinden lernen.

 

Julie & Julia (US 2009)

Nach zwei wahren Geschichten: Die junge Sekretärin Julie Powell (Amie Adams) kocht für ihren Blog ein Jahr lang alle 524 Rezepte der Kochbuchlegende Julia Childs (Meryl Streep) nach und lernt dabei viel über das Leben ihres Vorbilds.Der Film spielt sowohl in Julies Jetztzeit als auch in den 50er Jahren von Julia Childs. Neben der wieder einmal großartigen Meryl Streep als Julia Childs steht hier wirklich Kochen und Essen im Vordergrund.

Toast (GB 2011)

Toast ist die Verfilmung des autobiographischen Romans von Nigel Slater, dem weltbekannten Kochbuchautor. Das Buch wurde in Großbritannien zum Bestseller. Schon als Kind hat Nigel gerne Kochbücher unter der Decke gelesen, während seine Mutter kulinarisch eher unambitioniert war. Ihr Highlight: ein Toast. Nach dem frühen Tod seiner Mutter geht Nigels Vater eine Beziehung mit Joan Potter ein. Diese kann zwar fabelhaft kochen, doch Nigel sie nicht ausstehen. Um die Aufmerksamkeit seines Vaters wieder zu bekommen, lernt Nigel kochen und liefert sich mit seiner Stiefmutter regelrechte Kochduelle um die Liebe des Vaters.

Babettes Fest (DK, 1987)

Jahrelang hat Babette in der Lotterie gespielt, bis ihr eines Tages das Glück hold ist. Mit dem Gewinn richtet die Meisterköchin in dem abgelegenen norwegischen Dorf ein Festmahl aus, dessen lukullische Verführungskunst die Gäste für ein paar Stunden in den Himmel erhebt. Im Jahr 1988 erhielt dieser grossartige Film den Oscar als bester fremdsprachiger Film.

Eat Drink Man Woman (CHINA, 1994)

Drei Schwestern suchen das Rezept für die große Liebe. Chu wohnt mit seinen drei erwachsenen Töchtern zusammen, und da er Küchenchef und Herr im Haus in Personalunion ist, versammeln sich alle jeden Sonntag zum mehrgängigen Festmahl. Auch wenn Chu seinen Geschmackssinn verloren hat, und seine Töchter längst in anderen Welten leben, die sonntägliche Mahlzeit bleibt der Fixpunkt, um den das Leben der Familie rotiert. Philosophie und Kochkunst werden von Meister-Regisseur Ang Lee (Life of Pi) zu einem höchst bekömmlichen Mix mit subtilsten Geschmacksnuancen angerührt.

Chocolat (F, 2000)

Vianne (Juliette Binoche) kommt zusammen mit ihrer Tochter in ein kleines französisches Dorf der 50er Jahre, um dort eine Chocolaterie zu eröffnen – und das mitten in der Fastenzeit. Der Bürgermeister versucht alles Mögliche, um sie zu sabotieren und hat dabei einen Gutteil der Bevölkerung hinter sich. Einige wenige stellen sich allerdings hinter Vianne, die die Lieblingsschokoladesorte eines Menschen erraten kann und so jedem das gibt, was er braucht. Mit Chocolat schuf Hallström (der auch den oben erwähnten Film “Madame Malory” machte) einen bezaubernden, humorvollen und poetischen Film über die Kraft der Toleranz, der Sinnlichkeit und der Lebensfreude. Schokolade als Metapher für Verführung, für die Erfüllung geheimer Wünsche, für Genuss und die angenehmen Seiten des Lebens. Der Film lebt auch von den großartigen Akteuren wie Judy Dench, Alfred Molina, Lena Olin und last but not least Johnny Depp. (In dem Moment frage ich mich, ob nicht auch die Geschichte rund um Willy Wonka und seine Schokoladenfabrik in diese Liste müsste?)

Brust oder Keule (F, 1976)

Der gefürchtete Restaurantkritiker Charles Duchemin (Louis de Dunes) kämpft für die Erhaltung der französischen Esskultur. Sein Erzfeind Tricatel, der Betreiber einer Fast Food-Kette, zwingt ihn zum Verzehr eines widerlichen Plastikmenüs, das den Geschmackssinn des Gourmets zerstört. Der fuchsteufelswilde Duchemin sinnt auf Rache.

Weitere Filme, die wir noch erwähnen wollten:

Eat Pray Love (US 2010)

Ratatouille (F 2007) Animationsfilm

Kochen ist Chefsache (F 2012) Jean Reno

Kiss The Cook (US 2014) Streetfood Movie

Zimt & Koriander (GR 2014)

Bella Martha (D 2001) Martina Gedeck