Leogang wächst und wächst. Die Beherbergungsbetriebe werden größer und auch immer mehr. So wie das Hotel Rupertus. 4 Jahre war ich nicht mehr hier. „Es muss sich ständig was bewegen“ meint Seniorchef Gottfried Herzog. Vor 2 Jahren hat der Familienbetrieb sehr viel Geld in die Hand genommen um nach den Zimmern auch Restaurant und Aussenbereich umzubauen. Denn Leogang hat schon sehr früh etwas geschafft, wonach sich viele klassische Wintersportdestinationen sehnen: Durch Aktivprogramme, insbesondere Radfahren und Wandern, hat man über die Sommermonate schon mehr Gäste als im Winter, wo man zu Fuss in 3 Minuten an der Talstation der Asitzbahn ist und am Nachmittag direkt vor dem Haus abschwingt.

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Das Restaurant ist vornehmlich für Hotelgäste konzipiert, man bewirtet aber gerne auch externe Gäste mit einer Auswahl aus den Abendmenüs. Es wird nach 100 prozentigen Biokriterien ein vegetarisches/veganes Menü sowie klassisches Menü mit Auswahl bei den Hauptspeisen (Fleisch oder Fisch) angeboten. Wir haben einen schönen Tisch an der langen Glasfront der Tannenstube bekommen, die modern eingerichtete Stube ist mit hellem Holz, schönen Lichtelementen und sehr gemütlichen Sitzmöbel ausgestattet.tannenstubeRUPtannenstube

Vor den Vorspeisen holen wir uns noch den ersten Gang vom großartigen Salatbuffet, in diesem hellen Bereich mit weiten Glasfronten Richtung Asitz befindet sich auch das Buffet für die Kindergerichte. Es sind auffallend viele Familien mit Kindern hier, das Hotel ist Mitte August mit seinen 49 Zimmern komplett ausgebucht.

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Aus dem veganen Menü haben wir die gefüllten Pilzköpfe ausgewählt, die violette Fülle wurde aus roten Rüben und Kartoffeln kreiert. Vom klassischen Menü hat es uns aber vor allem die Paprikaterrine auf Kichererbsenpürreel angetan. Die Terrine sah in Optik und Struktur wie ein feines Stück Lachs aus, der eher zart gehaltene Paprikageschmack harmonierte ideal mit Kichererbse.

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Das Bier kommt hier von Stiegl (Paracelsus Bio Zwickl um € 4,50 für die Halbe), dem Brauhaus Gusswerk und der Riedenburger Brauerei.

Seit letztem November gehört das Hotel Rupertus zur Gruppe der Bio Hotels und setzt damit nicht nur in der Küche, sondern auch bei Ausstattung, Reinigung- und Hygieneprodukten auf nachhaltige Produkte. In der Küche kommen ausschliesslich Bioprodukte sowie Fisch aus regionalem Wildfang und Wildfleisch aus dem Nationalpark Hohe Tauern zum Einsatz. Beim Hauptgereicht – einem geschmorten Lammsteakbraten an Thymianjus mit Pommes Dauphine und Karfiolgemüse – schmecken wir das auch ganz deutlich.

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Die vegane Hauptspeisenvariante wären übrigens Süßkartoffellaibchen auf naturbelassenem Babyspinat gewesen. Von den 6-gängigen Menüs haben wir Suppe und Käse ausgelassen und dafür wohlfeile € 31 pro Person bezahlt. Die Bio-Weinauswahl ist groß, eine besondere Auswahl gibt es vom Trendwinzer Toni Hartl aus Purbach, von dem auch der Hauswein stammt (0,7 Flasche Rot La Liaison um € 30 / 1/8 lt um € 5).

Nach einem Beerensüppchen mit Karamelleis, das zum Desert serviert wurde ladet freilich auch noch die GreenBAR ein, Mit Ausnahme einiger, weniger Spirituosen, die man noch abverkaufen will, sind auch hier alle Produkte biozertifiziert. Hier an der Bar, die mit ihrer Kräuterwand und Zirbendecke auch noch sehr gut riecht, kann der äusserst genussvolle Abend angenehm ausklingen.

RUPgreenbar

Hotel Rupertus, Hütten 40, 5771 Leogang