Im Marktladen des Biohof Adamah am Vorgartenmarkt sind mir zuletzt neue Pestosorten in die Hände gefallen. Alternativen zu Genovese und Arrabiata sind immer willkommen, also ran an die Nudeln.

DSC00006

Pesto ist daheim irgendwie der Standard, wenn man auf einkaufen vergessen hat. Denn Pesto, Teigwaren und Parmesan sind quasi immer daheim. Aber Genovese, Arrabiata oder ganz einfach Aglio e Olio sind auch irgendwann fad. Basta … Pasta. Genau. Von den 10 verschiedenen Pestos, die bei Adamah neu angeboten werden, habe ich mir mal 3 rausgefischt. Das Rote-Rübe-Kren-Pesto, so sagt die Verkäuferin kommt zu gekochten Kartoffeln fast noch besser als zu Nudeln. Und recht hat sie gehabt. Das Gläschen um € 5,50 für 120 g war für 3 Personen und großem Hunger gleich weg. Der Geschmack ist intensiv und Kren kann man hier wirklich gross schreiben. Apropos Gross. Die Pestos macht der Adamah natürlich nicht alleine, hat er doch mit all den weiten Biolatifundien im Marchfeld, den tausenden Kisteln, die er wöchentlich in und um die Hauptstadt liefert eh schon genug zu tun. Vom Biohof kommt das Gemüse, den Rest macht Pestopionier Stefan Grossauer. Da hat man offensichtlich dem richtigen Partner vertraut.

DSC00010

„Adamah BioKarotten von Stefan Grossauer zu Pesto mit Biss verwandelt“

So steht es am Etikett und so schmeckt es auch. Mit Biss ist wohl der hohe Anteil an Sonnenblumenkernen gemeint. Gemeinsam mit den 40% Öl im Gläschen, macht die Sonnenblume genau die Hälfte der Zutaten aus. Irgendwie schmeckt es aber wie ein leichtes, nicht zu intensives Fleischsugo, ein gutes übrigens. Und das als komplett vegane Variante. Meine Tischnachbarin mokiert sich etwas am Sonnenblumenkern Geschmack – Studentenschicksal: Viel zu lang geknabbert an dem Zeug. Sie wünschte sich Pinienkerne. Gut, man kann nicht alles haben.

DSC00013

Während ich mich noch immer an der Karotten-Oregano Version erfreue, sieht sie sich schon das nächste Gläschen an: Wieder 50% von der Sonnenblume. Diesmal meckert sie aber über die Farbe: „Sieht aus wie Leberwurst!“. Aber Melanzani haben, sobald sie verarbeitet sind, noch nie gut ausgesehen. Kaum schneidet, bratet oder dünstet man diese roh noch beinahe violett schimmernde Frucht, wird sie braun. Für mich trotzdem kein Pfui: Wie gut ist doch ein feines Moussaka oder eingelegte Auberginen (damit es nun unsere deutschen Leser auch mal schnallen, um was es geht). Bei diesem Pesto dominiert aber fast der Knoblauch, die milde Säure kommt wohl vom verwendeten Verjus. Sehr sehr köstlich. Und mit ein klein wenig frisch gehobeltem Parmesan fällt die traurige Farbe auch nicht mehr so auf. Beide Pestos – und das müsste man bei einem Adamah-Produkt wohl gar nicht mehr dazuschreiben – bestehen (mit Ausnahme von Salz) ausschliesslich aus zertifizierten Biozutaten.

Alle 10 Pestos sind auch im Adamah-Online Shop erhältlich.