Rita bringt‘s ist eines der Wiener Vorzeigeunternehmen, wenn es darum geht unternehmerisches Handeln mit hohen Umweltansprüchen und in dem Fall auch Digitalisierung zu verbinden. Die ehemalige Kulturmanagerin und Filmliebhaberin Rita hat gemeinsam mit ihrem Geschäftspartner Gerald einen Lieferservice gegründet, der vegetarische Speisen vormittags ins Büro liefert und damit Firmen eine Alternative zu den üblichen, meist weder besonders nachhaltigen, noch gesunden Bestellservices bietet. Die Speisen sind nicht nur vegetarisch und auf Wunsch vegan, sondern auch die Verpackung besteht aus Zuckerrohr, Karton oder Biokunststoff, der aus vollständig abbaubaren natürlichen Materialien wie Kartoffel, Maisstärke oder Zellulose hergestellt wird. Geliefert wird mit dem Lastenrad.

Rita bringt’s © Martin Mühl

Die Speisekarte wechselt wöchentlich und besteht aus einer Wochensuppe, zwei Fixstartern, meist Bowls, die jeden Tag bestellt werden können und einem täglich wechselnden Hauptgericht. Dazu gibt es Snacks wie Baguettes, Brötchen oder auch Quiche. Außerdem bietet Rita individuelles Catering auf Anfrage.

Rita bringt’s © Martin Mühl

Wie bei manchen ähnlich gelagerten Anbieter gibt es das Vorurteil, dass vegetarische Gerichte, die als Mittagsbestellung geliefert werden oder auf Events verkauft werden, zuweilen eine breiige, tendenziell grün-braune Masse sind, die nicht unbedingt gut aussieht – auch wenn sie Ernährungstechnisch und geschmacklich alle Wünsche erfüllen. Bei Rita gibt es – vor allem auf der wöchentlich wechselnden Speisekarte eine größere Varianz an Speisen und auch vegetarische Interpretationen von Gerichten, die sonst nicht fleischlos sind. Auch wenn Bowls und diverse Currys auch hier einfach zum Standard gehören. Wer einen Einblick bekommen will, klickt sich durch das umfangreiche Archiv auf der Website.

Rita bringt’s © Martin Mühl

Am Tag unserer Bestellung ist die Hauptspeise eine Variante des Sheperd‘s Pie – üblicherweise eine faschierte Masse mit Karotten und Erbsen und darüber mit Käse überbackenes Kartoffelpüree. Die Kollegen beschreiben das so: Der Schichtauflauf hat mit dem klassischen Shepherd’s Pie bis auf die Erdäpfelkruste wenig zu tun. Quinoa und Bohnen geben dem Gericht aber einen ganz eigenen Dreh und machen es auch gut sättigend. Die Hefeflocken, die in der veganen Variante den Parmesan „ersetzen“ könnten mehr sein, insgesamt darf man sich beim Würzen ruhig mehr trauen. Der im Menü enthaltene Salat war knackig, das Dressing pikant und frisch.

Die Sommer Bowl ist ein ansprechender und leichter Sommer-Snack mit orientalischem Einschlag. Die Köfte aus Bulgur und Roten Linsen sind etwas bröselig, Tzaziki und Baba Ganoush federn das aber gut ab. Der Melonen-Apfel-Salat ist minimal überwürzt, die restlichen Bestandteile der Bowl harmonieren fein.

Rita bringt’s © Martin Mühl

Rita bringt‘s ist eine auf vieler Hinsicht gelungene Alternative, die gut angenommen wird. Die Zielgruppe ist wohl nur zum Teil homogen und reicht von weit überdurchschnittlich gesund lebenden Menschen, die auch bewusst wenig würzen, bis zu jenen, die sich weitaus mainstreamiger ernähren und eher hin und wieder Alternativen suchen. Das Essen bei Rita ist bio, die Zutaten sind von hoher Qualität und die Speisen mit Bedacht zusammengestellt. Das sollte man wohl öfter schätzen und genießen als man es mitunter tut.

Rita kocht gesund GmbH
Schleifmühlgasse 9/10
1040 Wien
+43 1 361 77 22
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www.ritabringts.at