In einer gemeinsamen Pressekonferenz umreissen AMA Bio Marketing und Bio Austria gemeinsam den aktuellen Stand des Bio-Lebensmittelmarktes

Schon traditionell startet die Agramarkt Austria (AMA) Anfang September für einen Monat die Bio-Aktionstage. Mit einem zu 100% biozertifizierten Foodtruck geht man auf publikumsstarke Märkte, in Einkaufszentren wird es Infopoints geben. Bei allen Terminen wird es am Glücksrad auch die nachhaltige AMA-Glastrinkflasche zu gewinnen geben.

Im Biolokal Deli Bluem in der Josefstadt präsentierten AMA Marketing Geschäftsführer Michael Blass, AMA Biomarketing Leiterin Barbara Köcher-Schulz und die Obfrau der Bio Austria Gerti Grabmann aktuelle Zahlen des Biomarktes und neue Studien über Einkaufsmotive und -verhalten der Verbraucher. Die Entwicklung des Bio-Marktes in Österreich zeigt weiterhin eine steigende Tendenz. Im vergangenen Jahr wurden in Österreich Bio-Lebensmittel im Wert von über 1,9 Milliarden Euro verkauft. „Der Appetit der KonsumentInnen auf biologische Lebensmittel nimmt weiter zu!“ sagt Gabmann. Hoffnung hat sie auch in die künftige Bundesregierung: „Wir fordern hier zum Beispiel einen Bio-Anteil von 60 Prozent in den Einrichtungen des Bundes, etwa in den Mensen von Universitäten oder Einrichtungen des Bundesheeres“. Ein grosses Potential sieht die Bio Austria Obfrau auch noch in der Gastronomie. Im Verhältnis zum Lebensmittelhandel hinkt der Bioanteil in der Gastronomie mit etwa 6% noch stark nach. Wesentlich sei hier aber auch die Transparenz, die BiokundInnen gewöhnt sind. Sie fordert daher verpflichtende Zertifizierung für die Auslobung von Bioprodukten. „Indem Transparenz geschaffen wird, wird auch das Vertrauen der Gäste gestärkt.“

Bio Austria Obfrau Gerti Gabmann (c) M.Klemsch

Eine von der AMA in Auftrag gegebene Studie brachte ein interessantes Ergebnis: Stärkstes Motiv für den Griff zu Bio-Lebensmittel ist das eigene Wohlbefinden. Altruistische Gründe wie Tierwohl oder Umwelt wirken weniger stark als angenommen. Der Aspekt der Regionalität gewinnt auch bei Bio an Bedeutung. Stehen Befragte vor der Wahl zwischen einem Bio-Lebensmittel aus dem Ausland und dem gleichen Lebensmittel aus regionaler Herkunft, wird häufig das regionale Bio-Produkt bevorzugt, denn mit Bio werden auch kurze Transportwege assoziiert. Klar ist für die Teilnehmer auch, dass Regionalität und Bio unterschiedliche Konzepte sind, es kommt also zu keiner Verwechslung.

Barbara Köcher-Schulz (AMA Bio Marketing) mit dem AMA Bio Siegel (c) M.Klemsch

Auch die AMA verweist auf die Wichtigkeit der Biosiegel wie der grünen europäischen Bio-Lilie oder dem noch höherwertigen AMA Bio-Siegel. Gleichzeitig mit dem österreichweiten Start der Bioaktionstagen startete die AMA nun auch ihre neue Bio-Kampagne. Auf Plakaten und Inseraten werden die hohe Güte und Wertigkeit von biologischen Produkten thematisiert. „Die fürs erste irritierenden Aussagen lösen wir auf, indem wir die Regelungen der biologischen Produktion erläutern, also beispielsweise den Verpflichtenden Auslauf ins Freie“, erklärt Michael Blass die Idee der Kampagne.