Die Sticklerhütte liegt im Salzburger Lungau, einige Kilometer westlich von St. Michael nahe der Quelle der Mur. Mit dem Auto kommt man auf einer Mautstraße bis zu einem nahegelegenen Parkplatz, der Tälerbus verkehrt eher selbten. Vom Parkplatz aus geht es rund 3,5 Kilometer tendenziell sanft bergauf weiter in die Berge und die Natur. Von Wanderern wird die Sticklerhütte als die erste Station auf größeren Touren geschätzt, Ausflügler erreichen sie locker und untrainiert in meist deutlich weniger als einer Stunde. Auch bei Mountainbikern und E-Bikern ist die Hütte bliebet, letztere finden eine Ladestation für ihre Akkus.

Die Hütte liegt in einer kleinen Senke in ansehnlicher Umgebung, für Kinder gibt es einen Spielplatz und ein Fischteich rundet das optische Angebot ab. Bei unserem Besuch genießen drei Schweine die Erde – ob es die eigenen sind, die zu Schweinsbraten, Speckknödel und Bratwurst verarbeitet werden.

Sticklerhütte © Martin Mühl

Betrieben wird die Sticklerhütte, die zum Österreichischen Alpenverein gehört, von Lungaugold, einem Zusammenschluss von in erster Linie Produktionsbetrieben, die in St. Michael einen Bio-Feinkostladen größeren Ausmaßen führen.

Die wechselnde Speisekarte beinhaltet eher Klassiker: Rindsuppen mit Einlage, eine Tirolerknödelsuppe oder auch eine (Wiener) Kartoffelsuppe. Neben einer Lungauer Brettljause gibt es unter anderem Schweinsbraten, Rindsgulasch oder eben auch Bratwürstel und Mehlspeisen wie einen Kaiserschmarrn, Strudel und Bauernkrapfn. An Wochenenden bietet die Sticklerhütte nach Vorbestellung gegrillte Ripperl an. Auch Wein und Bier sind teilweise bio, das überdurchschittlich große Limonaden- und Säfteangebote ist komplett bio.

Sticklerhütte © Martin Mühl

Die Suppe für die Tirolerknödel ist würzig, ohne es zu übertreiben, der Speck im Knödel ist nicht cross gebraten, sondern eher weiche. Der Schweinsbraten ist sanft mit fett durchzogen und kommt neben Serviettenknödel und Sauerkraut mit einer halben Kartoffel mit feiner Kräutersauce.

Vor der Hütte steht ein Brunnen mit Quellwasser und daneben Gläser, damit das frische und kühle Wasser gratis genossen werden kann. Eine bemerkenswert freundliche und einladende Geste.

Sticklerhütte © Martin Mühl

www.sticklerhuette.at