Wer in den letzten Jahren im Skiparadies des Alpendorfes oberhalb von St.Johann im Pongau Winterurlaub machte, der konnte es sich wohl wirklich richtig gut gehen lassen. Die luxuriösen Hotelpaläste bieten mittlerweile jeden Luxus. Das Auto kann man geruhsam für die ganze Woche in der Tiefgarage stehen lassen, denn die Talstationen der Bergbahnen sind alle in gemütlicher Gehweite. Und bei den meisten der Hotels kann man bei der letzten Talfahrt sogar direkt abschwingen. Maximal die Strasse trennt einen da noch von Skikeller und Swimmingpool oder Sauna.

Ich kann mich noch gut an meine Kindheit erinnern, als wir in dem kleinen Dörflein mit dem Sessellift in die Schischaukel eingestiegen sind, die über Wagrain bis nach Flachau gereicht hat. Schon damals war diese Strecke kaum an einem Tag zu schaffen. Mittlerweile ist die Region Teil der Ski amadé, mit über 270 Liften in 25 Gemeinden eines der größten Skigebiete der Welt.

In den Jahrzehnten wurde unheimlich viel Geld in Infrastruktur und Beherbergungsbetriebe investiert, in den letzten Jahren aber bei zurückgehenden Wintergästen und bei einem Saisonbetrieb, der zwischen Dezember und April ob der Klimaveränderung immer kürzer wird und oft nur durch intensive künstliche Beschneiung möglich ist. Was also ist der Plan B – oder wollen wir ihn vielleicht Plan Sommer nennen. Die Gegend ist natürlich schon alleine durch die umliegenden Berge ideal für Wanderungen, der Gast will heute zumeist aber noch mehr Angebot.

Der Oberforsthof zählt zu den Leitbetrieben im Alpendorf. Patron Johann Höllwart nennt seinen Betrieb selber eine „Loge“. Von hier hat man einen wunderbaren Blick über das Tal bis St.Johann aber auch auf die Hausberge. Gemeinsam mit den Kollegen und Kolleginnen aus den umliegenden Betrieben hat er in den letzten Jahren viel für die Region getan. Der Oberforsthof ist auch einer der Gründerhotels des Open Golf – Platzes in St.Johann. Mit seiner Frau Hildegard führt er auch das gegenüberliegende Hotel Sonnhof. Was wir uns aber genauer ansehen wollten, ist die neue Erlebniswelt am Berg. Der  Geisterberg  ist ein Freizeit- und Erlebnispark für die ganze Familie. Mit der Gondel sind wir aus dem Alpendorf auf den Geisterberg gefahren, dort hat uns ein von einem kräftigen Traktor gezogener Bummelzug noch weiter in die Höhe gebracht. Neben einer tollen Aussicht in das Tal startete hier der Geisterpfad.

Die kleinen Kinder finden gemeinsam mit ihren Familien die verschiedensten Geister auf dem Wichtelweg. Auf die Größeren warten im alpinen Feizeitpark Luftschaukeln, Vogelnester, Kletterdrache, Geisterturm, Wasserspiele, Geistersee, Zapfenschießbuden und noch vieles mehr. Die ganz Großen finden in herrlicher Panoramalage ein Wander- und Naturerlebnis der besonderen Art. Spazieren sie auf trittsichern Wanderwegen, genießen sie das Plätschern in der Wasserwelt und entspannen am Feenplatz.

Die Kids bekommen übrigens Aufgaben zu lösen. Der Erlebnispfad ist multimedial. Berühren, Sehen, Lauschen! Wo ist der schnarchende Zwerg? Hörst du die zischende Schlange? Kennst du die Sage von der Liechtensteinklamm? Viele Aufgaben gibt es hier in etwa 1.500 m Seehöhe zu lösen.

Für den Tripp auf den Geisterberg sollte man viele Stunden einplanen. Jeweils 45 Minuten dauert Auf- und Abfahrt aus dem Alpendorf mit Gondel und Bummelzug. Nur knapp 40 Minuten südlich von Salzburg gelegen ist es auch ein ausgezeichneter Familientagesausflug. In den Sommermonaten verwöhnen auch die Buchauhütte und Gernkogelalm am Berg geöffnet. Wir haben aber dort nur ein paar Erfrischungen getrunken, denn im Oberforsthof im Tal wartete schon ein Gourmetmenü auf uns, ein eigenes Kinderbuffet erfüllte alle Wünsche der Kleinen.

Im Oberforsthof wurde zuletzt übrigens auch gemordet. Natürlich nur für das Fernsehen. Ob der schneesicherheit im Alpendorf hat das deutsche ZDF für sein 90minütiges Winterspecial der „Rosenheim-Cops“ auch im Oberforsthof gedreht. Statt Hildegard Höllwart führte auch Katharina Stemberger für einige Momente das Hotel, daß in der Serie Hotel Bergkamm heissen wird. Ausstrahlung im Hauptabendprogramm im Winter 2017/18.